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Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e.V.

Nachrichten
Ausgewählte Informationen aus dem Studenten-Kurier

 

Friedhelm Golücke wieder Vorsitzender

Die GDS-Mitgliedersammlung am 10. November hat einen neuen Vorstand gewählt. Dr. Friedhelm Golücke hat erneut den Vorsitz der GDS übernommen. Die Geschäftsstelle der GDS wird nach Paderborn ans Institut für deutsche Studentengeschichte verlegt.

GDS verleiht Ssymank-Preis

Die Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e.V.(GDS) verleiht in diesem jahr zum ersten Mal den Paul-Ssymank-Preis. Preisträgerin ist Marion Konerth; sie wird fr ihre Arbeit über den "Akademischen Roman um 1700" ausgezeichnet. Verliehen wird der Preis am 10. November in Würzburg.

Mit dem Paul-Ssymank-Preis wird die GDS regelmäßig herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler auszeichnen, die sich in akademischen Qualifikationsarbeiten mit der Geschichte des Universitäts- und Studentenwesens sowie deren allgemeinen und besonderen sozialen, ökonomischen und kulturellen Implikationen beschäftigt haben.

Ausgezeichnet werden jeweils eine Dissertation und eine weitere akademische Qualifikationsarbeit. Die Preise schließen die für den Autor kostenfreie Veröffentlichung in einer Schriftenreihe der GDS ein.

Burschenschafter muss sich
Extremismus-Vorwürfe gefallen lassen

Nobert Weidner, Schriftleiter der Burschenschaftlichen Blätter – der Verbandszeitschrift der Deutschen Burschenschaft – muss sich bestimmte Extremismus-Vorwürfe von einem Mitglied seiner eigenen Burschenschaft, der Alten Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn, gefallen lassen. Das entschied das Bonner Amtsgericht in einem Zivilprozess. Der Verbandsfunktionär war unter anderem dadurch bekannt geworden, dass er das NS-Todesurteil gegen den Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer für „rein juristisch … gerechtfertigt" erklärte. Sein Bundesbruder und Kritiker Christian Becker darf weiter behaupten, der Schriftleiter der "Burschenschaftlichen Blätter", Norbert Weidner, sei "höchstwahrscheinlich einer der Köpfe der rechtsextremen Bewegung, die aus Burschenschaftern, NPD und Kameradschaften besteht" und strebe die Gründung einer "rechtsextremen Studentenpartei" an. Unter anderem als Folge der Auseinandersetzung um diese Positionen war der diesjährige Burschentag ergebnislos abgebrochen worden. Kein Bund fand sich bereit, als Vorsitzende Burschenschaft für 2013 zu fungieren.

Hofburg ohne Waffenstudenten

Der Wiener Korporations-Ball der Waffenstudenten hat am 27. Januar 2012 zum wohl vorerst letzten Mal in der Hofburg stattgefunden – traditioneller Veranstaltungsort seit 43 Jahren. Die Betriebsgesellschaft des Hofburg-Kongresszentrums hatte Anfang Dezember 2011 mitgeteilt, dass sie die Hofburg „nach der Ballsaison 2012 nicht mehr als Veranstaltungsstätte zur Verfügung stellen" werde. Grund sei die „aktuelle politische und medialen Dimension, welche die Abhaltung des WKR-Balles in den letzten Jahren angenommen hat“. Für 2012 gab es noch einen gültigen Vertrag, doch hätte die Hofburg-Betreibergesellschaft eine Absage des Balls begrüßt, zu der es aber nicht kam. Der WKR-Ball war seit Jahren Ziel von Protesten vor allem, aber nicht nur linksgerichteter Gruppen. Bei Ausschreitungen am Rande von Demonstrationen wurden diesmal 20 Ball-Gegner festgenommen.
Bedenken gegen den Ball gibt es aber nicht nur von linker Seite. Nur zwei Tage vor der Veranstaltung sagte Ariel Muzicant, Chef der israelitischen Kultusgemeinde, in einer Rundfunkdiskussion, beim Ball sei ein „Who is who" der rechtsextremen und Nazi-Szene Europas vertreten. – Keine vergleichbare Diskussion gab es hingegen um die von einer katholischen Verbindung traditionell und auch dieses Jahr wieder am Rosenmontag in der Hofburg ausgerichtete Rudolfina-Redoute.

 

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